Datenbanken erstellen und Daten einfügen
Offizielles Modul des CFC ICT-Bildungsplans 2024 — 4 bewertete Kompetenzen.
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Bewertete Kompetenzen
Was du können musst
Applikationsentwicklung
g1: Bedürfnisse hinsichtlich Applikationen und Schnittstellen analysieren und dokumentieren
Die Informatikerinnen und Informatiker analysieren die im Kundengespräch (a1) ermittelten Bedürfnisse und dokumentieren sie (Anforderungsmanagement): In einem ersten Schritt halten sie die Bedürfnisse des Kunden in Form von technischen und berufsspezifischen Anforderungen fest. Um die Perspektive der Benutzer besser zu erfassen, beschreiben sie mit ihrem Team und den betroffenen Stakeholdern die Zielgruppen und deren Bedürfnisse (z. B. mittels Personas). Diese Phase kann im Rahmen eines Workshops erfolgen. Auf dieser Grundlage überprüfen sie die technischen Anforderungen, die eine Applikation und die Schnittstellen (z. B. Benutzerschnittstelle [UI], REST, Sensorik, Peripherie) erfüllen müssen, hinsichtlich ihrer Kohärenz, Vollständigkeit und Messbarkeit (Akzeptanzkriterien). Sie halten die Informationen zu Rahmenbedingungen, Kontext und Abgrenzung sowie die Begriffsdefinitionen fest. Bei Bedarf ergänzen sie die Anforderungen.
g4: Umsetzungsvarianten einer Applikation erarbeiten und Lösung konzeptionell entwickeln
Die Informatikerinnen und Informatiker erarbeiten Umsetzungsvarianten für eine Applikation und entwickeln ein Realisierungskonzept für die gewählte Variante. Dabei arbeiten sie eng mit ihrem Team und den Stakeholdern zusammen: Mit Entwürfen und Beschreibungen präsentieren sie zunächst die grundlegenden Varianten in Bezug auf deren Implementierung (z. B. Technologien, Komponenten, Frameworks, Bibliotheken, Systeme). Zusammen mit den jeweiligen Stakeholdern erstellen sie eine nachvollziehbare Nutzwertanalyse der verschiedenen Varianten mit relevanten und bewertbaren Entscheidungskriterien. Auf der Grundlage der Nutzwertanalyse beraten sie die Stakeholder bei deren Entscheidungsfindung, um sie zur optimalen Lösung zu führen. Dabei achten sie darauf, dass die Lösung ethisch und rechtlich vertretbar ist. Schliesslich überprüfen sie die gewählte Variante, eventuell in Form einer Machbarkeitsanalyse (→ a3).
Digitale Daten erstellen und pflegen
c1: Daten identifizieren, analysieren und Datenmodelle entwickeln
Die Informatikerinnen und Informatiker analysieren Daten aus verschiedenen Datenquellen und fassen sie in einem geeigneten Datenmodell zusammen: Je nach Auftrag erhalten sie Daten aus verschiedenen strukturierten oder unstrukturierten Datenquellen. Sie untersuchen zunächst die Daten, bevor sie sie nach dem 4V-Modell (Volume, Variety, Velocity, Veracity) einordnen. Anschliessend analysieren sie die Daten in Bezug auf ihre Genauigkeit, Prägnanz und Inkonsistenz und bereinigen sie bei Bedarf. In einem weiteren Schritt sammeln sie aus den vorhandenen Analyseformen (Reports) Indikatoren/Anhaltspunkte für die Erstellung des Modells. Sie definieren je nach Datentyp geeignete Testfälle für die Datenrichtigkeit sowie eine geeignete Struktur für die bereinigten Daten. Schliesslich normalisieren sie das Datenmodell und stellen es in einer geeigneten Form dar.
c2: Datenmodelle in einem digitalen Datenspeicher umsetzen
Die Informatikerinnen und Informatiker realisieren ein Datenmodell in einem geeigneten digitalen Datenspeicher: Sie wählen zunächst den geeigneten Datenspeicher aus (z. B. objekt-relational, relational, verteilt/zentralisiert). Sie implementieren anschliessend das normalisierte Datenmodell für die Speicherung unter Berücksichtigung der referenziellen Integrität. Danach planen sie die Funktionsund Performance-Tests und bereiten dazu die erforderlichen Testdaten vor. Sie führen die Funktionsund Performance-Tests durch und werten sie aus. Schliesslich planen sie aus verschiedenen Quellsystemen die Datenmigrationen in ein Zielsystem und führen diese durch. Sie überprüfen die Vollständigkeit, Integrität und Genauigkeit der ins Zielsystem migrierten Daten.
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