324Jahr 4Entwicklung

DevOps-Prozesse mit Tools unterstützen

Offizielles Modul des CFC ICT-Bildungsplans 2024 — 5 bewertete Kompetenzen.

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Bewertete Kompetenzen

Was du können musst

Applikationsentwicklung

  • g1: Bedürfnisse hinsichtlich Applikationen und Schnittstellen analysieren und dokumentieren

    Die Informatikerinnen und Informatiker analysieren die im Kundengespräch (a1) ermittelten Bedürfnisse und dokumentieren sie (Anforderungsmanagement): In einem ersten Schritt halten sie die Bedürfnisse des Kunden in Form von technischen und berufsspezifischen Anforderungen fest. Um die Perspektive der Benutzer besser zu erfassen, beschreiben sie mit ihrem Team und den betroffenen Stakeholdern die Zielgruppen und deren Bedürfnisse (z. B. mittels Personas). Diese Phase kann im Rahmen eines Workshops erfolgen. Auf dieser Grundlage überprüfen sie die technischen Anforderungen, die eine Applikation und die Schnittstellen (z. B. Benutzerschnittstelle [UI], REST, Sensorik, Peripherie) erfüllen müssen, hinsichtlich ihrer Kohärenz, Vollständigkeit und Messbarkeit (Akzeptanzkriterien). Sie halten die Informationen zu Rahmenbedingungen, Kontext und Abgrenzung sowie die Begriffsdefinitionen fest. Bei Bedarf ergänzen sie die Anforderungen.

  • g5: Applikationen und Schnittstellen gemäss Konzept und unter Einhaltung der Sicherheitsanforderungen implementieren

    Auf der Grundlage der definierten Anforderungen und der entwickelten Entwürfe/Modelle implementieren die Informatikerinnen und Informatiker die Applikationen und die Schnittstellen. Es kann sich dabei um neue Applikationen oder um eine Erweiterung einer bestehenden Applikation handeln: Sie richten zuerst eine geeignete Entwicklungsund Ausführungsumgebung ein. Das vorab erstellte Realisierungskonzept und die Richtlinien des Unternehmens dienen als Basis für diesen Schritt. Sie programmieren anschliessend Backend und Frontend gemäss den definierten Anforderungen. Dazu nutzen sie die vorgegebenen Programmiersprachen und Entwicklungstools. Sie testen die Implementierung regelmässig auf Fehler und beheben diese (Debugging). Sie achten darauf, die regulatorischen Bestimmungen systematisch einzuhalten.

  • g6: Qualität und Sicherheit der Applikationen und Schnittstellen überprüfen

    Die Informatikerinnen und Informatiker überprüfen die Qualität und Sicherheit der Applikationen und Schnittstellen auf der Grundlage von Testkonzepten. Damit gewährleisten sie, dass die Applikationen anforderungsgerecht implementiert und Fehler beseitigt werden und dass die Applikation für die Inbetriebnahme freigegeben wird: Sie erstellen zunächst ein Testkonzept, in dem sie die Testumgebung der Applikation mit den relevanten Angaben (z. B. System, Akteur, Daten, Benutzer, Berechtigungen) beschreiben. Sie definieren anschliessend die zu verwendenden Testarten (z. B. Unit-Tests, Benutzerakzeptanztests, Integrationstests, Last-/Performance-Tests oder Sicherheitstests). Auf dieser Grundlage bestimmen sie die geeigneten Testmittel. Sie beschreiben anschliessend die Testfälle (Test Cases) in Bezug auf die Anwendungsfälle (Use Cases) und Anforderungen. Dabei nehmen sie verschiedene Blickwinkel ein (z. B. Grenzwerte, Fehlersituationen). Sie stellen sicher, dass die definierten Testfälle vollständig sind und sowohl funktionale als auch nicht-funktionale Anforderungen abdecken. Schliesslich führen sie die Tests aus, halten die Ergebnisse fest und reichen gefundene Defekte zur Korrektur ein.

Bereitstellung und Betrieb von Applikationen

  • h2: Auslieferungsprozess der Applikationen definieren

    Die Informatikerinnen und Informatiker definieren den Auslieferungsprozess der Applikationen sowie die zu verwendenden Techniken und Werkzeuge: Für die Definition des Auslieferungsprozesses stützen sie sich auf das definierte Vorgehensmodell (z. B. Scrum). Sie analysieren zunächst die Abhängigkeiten zwischen den verschiedenen Komponenten in Bezug auf den Auslieferungsprozess. Sie integrieren auch die planbaren Migrationen (Code First, Datenbankschema, Daten) unter Berücksichtigung der Architektur. Sie bestimmen die geeigneten Integrationspraktiken (z. B. Git Flow, Trunk, Continuous Integration) je nach Applikationstyp und gewähltem Vorgehensmodell und halten sie fest.

  • h3: Auslieferungsprozess der Applikationen implementieren

    Die Informatikerinnen und Informatiker implementieren den Auslieferungsprozess der Applikationen gemäss dem definierten Verfahren: Falls dies noch nicht geschehen ist, erstellen sie einen Proof of Concept (PoC) für die gewählte Lösung (→ a3.5). Anschliessend implementieren sie den definierten Auslieferungsprozess. Sie installieren die Dienste, schreiben die Automatisierungsskripte und definieren die Umgebungsvariablen mit den geeigneten Methoden und Werkzeugen (z. B. CI/CD-Pipeline, CLI, YAML). Sie stellen die Komponenten (Ausführungsumgebung/Dienste) bereit und packen die Applikation (z. B. Docker, Container). Sie verwalten und versionieren die Artefakte. Dabei gehen sie strukturiert vor, kontrollieren ihre Arbeit regelmässig auf Fehler und beheben diese gegebenenfalls.

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