129Jahr 2Betrieb

LAN-Komponenten in Betrieb nehmen

Offizielles Modul des CFC ICT-Bildungsplans 2024 — 7 bewertete Kompetenzen.

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Bewertete Kompetenzen

Was du können musst

Inbetriebnahme und Wartung von ICT-Infrastrukturen

  • b2: ICT-Endgeräte und ihr Netzwerk in Betrieb nehmen

    Die ICT-Fachperson nimmt Computer, Drucker und mobile Peripheriegeräte in Betrieb und verbindet sie mit dem Unternehmensnetzwerk. TCP/IP-Konfiguration, VLAN-Einstellungen, Konnektivitätsprüfung, Dokumentation der verwendeten MAC/IP-Adressen.

Netzwerke betreiben

  • e1: Netzwerke planen und dokumentieren

    Die Informatikerinnen und Informatiker planen neue IP-Netzwerke für die unterschiedlichsten Auftraggeber (vom Kleinstunternehmen bis zur Grossfirma), erstellen die nötige Dokumentation und stellen deren Nachverfolgung sicher. Damit liefern sie nachvollziehbare Grundlagen für den Aufbau und Betrieb der Netzwerke: Sie erfassen zunächst die Bedürfnisse (z. B. Verfügbarkeit, Sicherheit) (a1) bei den betroffenen Stakeholdern (z. B. Auftraggeber, interne Abteilung, Hersteller). Aus den erhobenen Bedürfnissen erarbeiten sie einen ersten Vorschlag oder Lösungsvarianten. Je nach Situation berücksichtigen sie die Besonderheiten des Unternehmens, technische Standards/Normen und/oder gesetzliche Vorschriften. Sie halten ihren Vorschlag fest. Anschliessend gehen sie zum Detaildesign über: Sie konzipieren die geeignete Netzwerkinfrastruktur (LAN) unter Berücksichtigung der räumlichen Bedingungen und weiterer Vorgaben (z. B. Bandbrei-

  • e2: Netzwerkkomponenten auswählen und in Betrieb nehmen

    Auf der Grundlage der unter (e1) durchgeführten Netzwerkplanung wählen die Informatikerinnen und Informatiker die geeigneten Netzwerkkomponenten aus und nehmen sie in Betrieb: Sie führen zuerst eine Recherche durch, um die geeigneten Netzwerkkomponenten zu definieren. Sie erstellen eine vollständige Materialliste gemäss dem internen Bestellprozess und dem zugewiesenen Budget. Bei Eingang der Bestellung überprüfen sie, ob alle Netzwerkkomponenten geliefert wurden. In der Regel erstellen sie ein Konfigurationskonzept. Anschliessend nehmen sie die Netzwerkkomponenten in Betrieb. Meistens installieren sie zuerst intern die Netzwerkkomponenten und nehmen Vorkonfigurationen und Aktualisierungen vor, bevor sie eine erste Funktionskontrolle durchführen. Anschliessend installieren sie die Netzwerkkomponenten beim Kunden. Sie führen eine Endkonfiguration durch und testen die Funktionsfähigkeit des Netzwerks gemäss dem erstellten Konzept.

  • e3: Netzwerke warten und weiterentwickeln

    Die Informatikerinnen und Informatiker warten die Netzwerke im Rahmen von Wartungsverträgen und entwickeln sie bei Bedarf weiter (kontinuierliche Verbesserung der Dienste): In den definierten Wartungsintervallen führen sie vor Ort visuelle Kontrollen der Netzwerkkomponenten durch und entscheiden, ob Massnahmen ergriffen werden müssen (z. B. Entstauben). Sie kontrollieren die Protokollierung der Netzwerkkomponenten (z. B. Temperaturschwankungen, Durchsatzraten, Performance-Raten, Netzwerkauslastung, Fehlermeldungen). Bei Bedarf ergreifen sie Massnahmen, um das Netzwerk kurzoder langfristig weiterzuentwickeln (z. B. zusätzliche Komponenten, Neugestaltung des Netzwerks, Anpassung der Konfiguration, Patches und Updates).

  • e4: Netzwerksicherheit implementieren, dokumentieren und überprüfen

    Die Informatikerinnen und Informatiker implementieren, dokumentieren und überprüfen die Netzwerksicherheit. Damit gewährleisten sie, dass kritische Systeme angemessen vor Angriffen oder Infektionen geschützt sind: Sie analysieren zunächst die potenziellen Risiken in Bezug auf die Netzwerksicherheit und bewerten sie. Dazu nutzen sie aktuelle und betriebsspezifische Tools (z. B. Portscanner). Auf dieser Grundlage konzipieren sie die physischen und systemischen Sicherheitsmassnahmen im lokalen Netzwerk (e1). Sie setzen die geplanten Sicherheitsmassnahmen um, indem sie Sicherheitsdienste und -komponenten (z. B. Firewall, VPN, NAT, VLAN, DMZ) implementieren. Schliesslich testen sie die Sicherheitsmassnahmen systematisch und dokumentieren deren Funktionsweise.

  • e5: Performance eines Netzwerks analysieren, optimieren und dokumentieren

    Die Informatikerinnen und Informatiker analysieren, optimieren und dokumentieren die Performance eines Netzwerks. Diese Schritte erfolgen typischerweise im laufenden Betrieb, in regelmässigen Zyklen oder bei Problemmeldungen (z. B. Monitoring, Benutzermeldungen): Nach der Kontaktaufnahme und der Beschreibung des Problems (z. B. der Start einer Anwendung ist langsam) durch einen Stakeholder klären sie zuerst die möglichen Ursachen ab. Sie analysieren die Netzwerkauslastung (LAN) und definieren anschliessend Lösungsvarianten (z. B. Lastverteilung, Quality of Service [QoS], PoE). Dabei berücksichtigen sie verschiedene Faktoren, z. B. die Auswirkungen der Verkabelung auf die Performance. Sie dokumentieren die gewählte Lösung und passen die Konfiguration der entsprechenden Komponenten an (z. B. Switch, Router, Access Point).

  • e6: Netzwerke überwachen

    Die Informatikerinnen und Informatiker überwachen die Netzwerke kontinuierlich. Damit gewährleisten sie einen unterbrechungsfreien Netzwerkbetrieb und erkennen Probleme, Störungen und Verbesserungsmöglichkeiten rechtzeitig: Mithilfe verschiedener Monitoring-Tools überwachen sie die Netzwerke kontinuierlich, sei es für ihr Unternehmen oder für Kunden im Rahmen von Service-Level-Agreements (SLA). Sie überprüfen insbesondere die Verfügbarkeit und die Funktionsfähigkeit der Netzwerkkomponenten. Sie überwachen ausserdem die Netzwerkauslastung (z. B. Performance der Komponenten und der Übertragungsleitungen). Sie bewerten den Dringlichkeitsgrad eingehender Meldungen/Alarme und ergreifen rechtzeitig die geeigneten Massnahmen (Troubleshooting). Sie grenzen den Fehler auf Komponentenebene ein. Sie gehen strukturiert und beharrlich vor, bis sie den Fehler identifizieren. Schliesslich organisieren sie das Verfahren zur Behebung des Fehlers in Zusammenarbeit mit den betroffenen Stakeholdern und dokumentieren den Vorfall zur Nachvollziehbarkeit.

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