Datenbanksystem in Betrieb nehmen
Offizielles Modul des CFC ICT-Bildungsplans 2024 — 4 bewertete Kompetenzen.
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Bewertete Kompetenzen
Was du können musst
Serversysteme und ihre Dienste betreiben
f1: Serversysteme und ihre Dienste planen und dokumentieren
Die Informatikerinnen und Informatiker planen und dokumentieren die Serversysteme und deren Dienste für die unterschiedlichsten Auftraggeber (vom Kleinstunternehmen bis zur Grossfirma), erstellen die nötige Dokumentation und stellen deren Nachverfolgung sicher. Damit liefern sie nachvollziehbare Grundlagen für den Aufbau und Betrieb der Dienste: Sie erfassen zunächst bei den betroffenen Stakeholdern (z. B. Auftraggeber, interne Abteilung, Hersteller) die Bedürfnisse hinsichtlich der erforderlichen Funktionen und klären das vorgesehene Budget (→a1). Aus den erhobenen Bedürfnissen erarbeiten sie einen ersten Vorschlag oder Lösungsvarianten für die möglichen Serversysteme und/oder Dienste (z. B. Webdienste, Datenbanken, Datenspeicherdienste, Datenanalytik). Je nach Situation berücksichtigen sie die Besonderheiten des Unternehmens, die technischen Normen/Standards und/oder die gesetzlichen Vorschriften sowie den IT-Grundschutz. Sie beraten die Stakeholder, klären deren Fragen und un-
f3: Serverdienste in Betrieb nehmen
Die Informatikerinnen und Informatiker nehmen die geplanten Serverdienste in Betrieb (dabei kann es sich z. B. um einen DNS, einen Webserver, eine Datenbank, eine JRE, eine Kollaborationsplattform, ein IoT-Gateway, einen Messagebus, Big-Data-Analytik handeln): Sobald die Entscheidung zur Umsetzung der Serverdienste endgültig getroffen ist, beschaffen sie die erforderlichen Ressourcen (z. B. Personal, Lizenzen, Cloud-Dienste). In einem weiteren Schritt nehmen sie die Serverdienste in Betrieb, indem sie sie bedarfsgerecht installieren und konfigurieren. Dabei gehen sie gemäss der erstellten Planung vor und berücksichtigen die internen Anforderungen, Richtlinien und Best Practices. Sie überprüfen den Dienst mit den geplanten Tests (→f1) und überführen ihn in die Produktivumgebung. Schliesslich aktualisieren sie das Benutzerhandbuch und übergeben es dem Auftraggeber.
f6: Sicherheit der Serversysteme und ihrer Dienste implementieren, dokumentieren und überprüfen
Die Informatikerinnen und Informatiker implementieren, dokumentieren und überprüfen die Sicherheit der Serversysteme und deren Dienste: In einem ersten Schritt erarbeiten sie ein Sicherheitskonzept, das den Bedürfnissen der Stakeholder entspricht. Dieses Konzept beschreibt die möglichen Risiken und die geeigneten Sicherheitssysteme/-methoden zur Gewährleistung eines IT-Grundschutzes (z. B. Firewall, Antivirensoftware, Berechtigungen, Single Sign-On [SSO]). Dazu arbeiten sie im Team und ziehen bei Bedarf Partner hinzu. Sie wenden Best Practices auf die verwendeten Lösungen an. Sie konfigurieren die festgelegten Sicherheitselemente und testen deren Wirksamkeit. In regelmässigen Abständen führen sie Sicherheitstests im laufenden Betrieb durch und dokumentieren die Ergebnisse nachvollziehbar. Sie informieren sich regelmässig über die technologischen Entwicklungen der Sicherheitssysteme (z. B. MELANI, CVE) und passen ihre Konzepte an.
f7: Verfügbarkeit der Serversysteme und ihrer Dienste planen und umsetzen
Die Informatikerinnen und Informatiker planen die Verfügbarkeit der Serversysteme und deren Dienste und setzen sie um. Sie wenden geeignete Massnahmen an, um den Datenverlust zu verhindern und die Ausfallzeiten gemäss den Vorgaben einzuhalten: In Gesprächen mit den Stakeholdern bestimmen sie zunächst den maximal zulässigen Datenverlust (Recovery Point Objective), die maximal tolerierbare Ausfallzeit der Serversysteme und ihrer Dienste (Recovery Time Objective) sowie die Aufbewahrungsdauer der Daten (Retention der Backups). Sie halten die Ergebnisse in einer Dokumentation fest. Sie überprüfen anschliessend die aktuellen Systeme und Dienste hinsichtlich ihrer Beschaffenheit oder der Service-Level-Agreements (SLA) und stellen die Punkte fest, an denen die Verfügbarkeit noch nicht gewährleistet ist.
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